winterfit giessen

Die vergangenen Gartenjahre stellten für Pflanzen zwei unterschiedliche Extreme dar: zum einen den verregneten, nassen Sommer 2017, zum anderen dagegen die Dürreperioden im Sommer 2018. In der Folge konnten die Pflanzen kaum Wurzeln ausbilden. Außerdem haben viele Pflanzen insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2018 noch einmal gelitten, da das Wässern von einigen Gartenbesitzern vernachlässigt oder aufgegeben wurde.

Viele Pflanzen haben jetzt keine Reserven mehr, und das Wurzelwachstum bildet sich zurück. Damit die Pflanzen die frostigen Monate überstehen, sollten sie vollgesogen in den Winter gehen. Das gilt insbesondere für Immgergrüne, wie beispielsweise Ilex, Rhododendren, Kirschlorbeer, Lebensbäume und andere Nadelgehölze. Denn sie betreiben den ganzen Winter über Photosynthese und benötigen dazu Wasser – im Gegensatz zu den mittlerweile kahlen Laubgehölzen.

 

Frost bringt neue Probleme

Ist der Boden gefroren, können die Pflanzen kein Wasser aufnehmen, während sie durch Verdunstung weiterhin Wasser abgeben. Verstärkt wird dieser Effekt zusätzlich noch durch Sonnenschein und Wind. Besonders problematisch wird es, wenn Frostperioden länger als drei bis vier Wochen andauern, denn dann braucht der Boden anschließend umso länger, bis er wieder auftaut. Erst nach ein bis zwei Wochen können die Pflanzen dann mit ihren Wurzeln wieder Wasser aufnehmen. Darum sollten Gartenbesitzer an frostfreien Tagen alle Immergrünen ausgiebig wässern.  Zusätzlich kann man die Pflanzen mit Vliesen, Leinengeweben oder Strohmatten vor Wind und Wintersonne schützen und so die Verdunstung reduzieren.

 

Start im neuen Jahr

Beobachten Sie Ihre Pflanzen kommendes Frühjahr im Austrieb. Sind sie starkwüchsig? Oder kümmern sie eher vor sich hin? Sollten die Pflanzen durch die Wetterextreme geschwächt sein, kann es helfen, sie durch einen gezielten Schnitt im Wachstum zu unterstützen. Sprechen Sie uns gerne an.

Praxistipp:

 

Graben Sie den Boden in Ihrem Garten auf, um die Wasserverfügbarkeit für Ihre Pflanzen zu prüfen. Oft macht der Boden den Eindruck, als sei er stark durchnässt. Gräbt man aber etwas tiefer erkennt man vielerorts, dass das Wasser nur wenige Zentimeter in den Boden eingedrungen ist. Darunter ist es oftmals noch immer staubtrocken.